Falkensteiner Ritterbund e.V.
Falkensteiner Ritterbund e.V.

Bauprojekte

Schilderbau

Baujahr: 2014

Falkensteiner Schilder (bemalt und unbemalt)

Aufgrund vieler Neuzugänge im Verein sowie anhaltendem Verschleiß vorhandener Schilde im Waffengang haben wir uns im Herbst ein paar neue Schilder gebaut. Vorlage war die hohe Dreiecksform um 1180. Wir verwendeten 4mm Pappel in drei Schichten die zusammengeleimt werden. Dann werden zwei Lagen Bettspanntücher hinten und vorne aufgeleimt. Zu guter letzt wird noch eine Rinderrohhaut mit 3-4mm stärke Naß aufgezogen, verleimt und dann festgenagelt. Die Schildbuckel stammen auch aus Eigenproduktion und sind aus 3mm Stahl rausgeschmiedet. Polsterungen Gurte und Beriemungen sind aus Rindsleder und an den markanten Punkten durchgenietet oder durchgenagelt und umgebogen. Ingesamt wiegen unsere Schilde ca. 5,5kg. Vergleichbare käufliche Schilde wiegen meist noch nicht mal die hälfte und oft überleben sie nur einen Waffengang. Unsere Schilde sollten da je nach nutzen schon 5 Jahre halten.

Mangole, "Friedbringer"

Baujahr: 2009/2010

Aufgrund der erfahrungen die wir mit der Burgunda und der Balliste gesammelt haben, wollten wir ein leistungsfähiges kleines und transportfähiges Katapult bauen. Dies ist uns mit dem "Friedbringer" gelungen. Auch hier wurden wieder in bezug auf die Authenzität keine kompromisse gemacht. Der Friedbringer ist ein museeumsreifes Katapult. Auch hier wurden wieder nur Harthölzer wie Esche, Ulme, Eiche und Ahorn verwendet. Die Eisenteile sind handgeschmiedet und die Torsionsmutter ist aus Bronze. Im Torsionspaket sind 200m Seil eingezogen. Die Schußergebnisse sind beachtlich. 2,5kg Steinkugeln um die 180m! Unsere Styropormunition von der Burgunda schießen wir mit dem Friedbringer genauso weit mit der Burgunda. Weitere Schußergebnisse konnte wie immer mangels an geeigneter Wiese nicht ermittelt werden, aber es sind noch reserven drin!

Der Friedbringer

Balliste, Skorpion

Baujahr: 2004/2005

Die ersten Ballisten wurden von den Griechen gebaut, die Erfindung soll auf keinen geringeren als Archimedes zurückgehen. Seitdem waren sie ohne unterbrechung im Einsatz. Besonders bei den Römern wurden die Ballisten ständig verbessert und die größten Geschütze dieses Typs wurden auch von ihnen gefertigt. Letztmalig historisch belegt wurden sie 1452 bei der belagerung Konstantinopels verwendet. Grundsätzlich gibt es zwei Typen, die Balliste mit denen Steinkugeln oder Tontöpfe mit Brandsätzen verschossen werden, oder Scorpione mit denen große Pfeile, eigentlich Speere geschoßen werden. Unser Geschütz ist ein "Zwitter" durch einlegen einer Schiene können beide Munitionsarten verschoßen werden. Unsere Balliste ist komplett von Handgefertigt. Die Materialien sind Esche, Ulme und Eiche, die Torsionsbüchsen aus Bronze. Die Eisenteile von Hand geschmiedet. Baujahr 2004/05. Grundlage für die Konstruktion waren Orginalfunde von Torsionsbüchsen auf einem römischen Kriegsschiff. Die erzielten Schußleistungen sind beachtlich. Steinkugeln mit ca. 550g ohne ballistische Kurve, fliegen um die 140m weit! Bei einem Abschußwinkel von 38° dürften 300m kein Problem sein! Das konnten wir aber bisher noch nicht ausprobieren! Als Scorpion konnten wir 1,10m lange und ca. 680g schwere Eschenholzspeere mit Eisenspitzen 160m weit schießen! Dabei wurde ein 8cm Lärchenbalken im 45° Winkel durchgehauen.

Skorpion im Einsatz

Steinschleuder, Onager, "Dicke Burgunda"

Baujahr: 2000/2001
Letzter Einsatz: Juni 2010

Im Jahre 2001 als erstes Großprojekt der Falkensteiner konstruiert und in vielen Arbeitsstunden realisiert. Unsere "Gundi" wie sie liebevoll genannt wurde, war bei Freund und Feind berühmt. Ihr typisches Klackern beim spannen und das Tock beim abschießen flößte den Feinden Ehrfurcht ein. So manche Belagerung konnten wir mit der "dicken Burgunda" entscheiden. Die härtesten Einsätze waren 2003 in der Auerburg, Herzberg 2004/2005, sowie Mauterndorf 2005 oder Neubeuern 2006. Das Katapult ist komplett aus Fichte gearbeitet nur der Schlagbaum ist aus Esche. Die Gundi ist ein sogenanntes Torsionskatapult, hierbei werden Seile verdreht, der auf diese Art vorgespannte Schlagbaum will sich dann wieder ausdrehen.  Bei unserem Onager sind 800m eingezogen! Die ersten Schußergebnisse mit einer 11 kg schweren Steinkugel ergaben 165m. Größere Schußdistanzen konnten aber aufgrund mangelnder Wiesenlänge nie ermittelt werden, aber 250 m wären sicher möglich gewesen. Der Name "dicke Burgunda" ist an die schweren Geschütze des ersten Weltkrieges der "dicken Berta" angelehnt. Seit 2001 haben wir mit der Gundi ca. 500-600 Schuß abgegeben. Für die Belagerung verwendeten wir Styroporhalbkugeln mit Wasserballons gefüllt. Wir waren in der lage diese Kugeln  90-100m weit zu schießen. So mancher Volltreffer konnte dabei gelandet werden. Leider hauchte unsere "Gundi" 2010 im Juni ihr Leben aus, der Widderbalken ist durchgebrochen und die Querträger hat es dabei abgedreht. Das Fichtenholz war im laufe der Zeit morsch geworden, eine reparatur war nicht mehr sinnvoll.

Die "Dicke Burgunda"

Burg Falkenstein

Gefallen November 2012 (siehe "Untergang Burg Falkenstein")

Burg Falkenstein

Burgruine Kirnstein

Der Falkensteiner Ritterbund hat es sich zur Aufgabe gemacht sich um den Erhalt der Burgruine Kirnstein zu kümmern. Die Burg steht zwischen Niederaudorf und Fischbach auf einem Felsenvorsprung unterhalb des Wildbarrens. 2003 hat ein Föhnsturm eine noch ca. 4-5m hohe Wand eingedrückt in der sogar noch ein paar Fenster zu sehen waren. Aus diesem Anlaß haben wir in einem Großprojekt mit Genehmigung und Unterstützung des Denkmal/Landessamtes mit den Arbeiten zur sicherung der restlichen bestehenden Mauern begonnen. In der Westwand zum Wildbarren klaffte ein Loch von ca. 4x3x2m dazu noch mehrer kleinere Löcher. Durch weitere aushöhlungen durch Frost im kommenden Winter drohte die Westwand komplett abzurutschen! Um diese Löcher zu stopfen waren alleine die Vorbereitungsarbeiten dafür schon enorm. Als erstes mußte die Ruine ausgeholzt werden, dann mußten wir einen rundweg um die Burg anlegen. An der Westwand haben wir mit Schutt und Baumstämmen eine Ebene geschaffen um überhapt daran arbeiten zu können. Anfangs trugen wir den Sand und Mörtel und auch das Wasser mit Kraxen den Berg hinauf. Später haben wir dann einen 30m langen Dachdeckeraufzug den Hang hingebaut um voranzukommen. Die Arbeiten an der Westmauer konnten dann noch vor dem Wintereinbruch an der Westmauer abgeschlossen werden, welche nun mit sicherheit nicht mehr stehen würde. Ein Jahr darauf haben mehrere große und kleine Löcher an der Ostmauer geflickt, sowie den großen Bogen in der Nordmauer und so auch diese Wand gesichert (siehe Bilder unten). Burg Kirnstein wird immer eine Baustelle bleiben und wir werden uns auch weiterhin um sie kümmern, mit unseren Mitteln können wir den verfall nur verzögern, aber wer kann schon die Zeit aufhalten? Insgesamt haben wir 10 Kubikmeter Sand, Steine und Mörtel verarbeitet. Dringenden Sanierungsbedarf hat die Südmauer (man sieht es am Bild wo die Bretter unter der Mauer liegen) diesen Abschnitt werden wir uns als nächstes vornehmen, sollte es uns Falkensteinern mal wieder langweilig werden.
Die Aktionen wurden möglich durch Spendengelder und durch die finanzielle unterstützung des Denkmalamtes. Ganz besonders wollen wir uns bei folgenden Leuten für deren Unterstützung bedanken:
Der Familie Schmid, Besitzer der Burg und somit die letzten Kirnsteiner!
Der Freiwilligen Feuerwehr Flintsbach welche uns das Wasser zum Mörteln in die Burg pumpte!
Dem Kirnsteiner Ritterbund, der uns auch finanziell unterstützte, mithalf und für manche Brotzeit sorgte.
Und dann vor allem der Firma Franz Sandbichler, Maurermeister, ein Meister seines Faches.
Ohne dessen Tatkraft, Rat und seinen Maschinenpark wären wir nie fertig geworden.
Merci Franz!
Und natürlich allen anderen welche uns durch ihre Spenden das ein oder andere "Sacklzement" ermöglichten!
Renovierungsarbeiten an der Burgruine
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